Bei einer Kar­dio­ver­si­on wer­den anhal­ten­de Rhyth­mus­stö­run­gen der Vor­kam­mern oder Haupt­kam­mern des Her­zens durch einen elek­tri­schen syn­chro­ni­sier­ten Strom­stoss been­det und der nor­ma­le Sinus­rhyth­mus wie­der hergestellt.

Dies erfolgt häu­fig bei anhal­ten­dem (per­sis­tie­ren­den) Vor­hof­flim­mern, wel­ches nicht mehr von selbst in den Sinus­rhyth­mus zurück­springt. Durch die­se Maß­nah­me sol­len Kom­pli­ka­tio­nen der Rhyth­mus­stö­run­gen (z.B. Aus­bil­dung einer Her­schwä­che oder Herz­de­kom­pen­sa­ti­on bei anhal­tend hoher Puls­fre­quenz unter dem Vor­hof­flim­mern) ver­hin­dert wer­den oder aber bei bereits län­ger bestehen­dem Vor­hof­flim­mern her­aus­ge­fun­den wer­den, ob der Pati­ent eine Ver­bes­se­rung der Leis­tungs­fä­hig­keit und des Befin­dens im Sinus­rhyth­mus ver­spürt. Danach rich­tet sich dann die The­ra­pie­pla­nung des Vor­hof­flim­merns (sinus­rhyth­muser­hal­ten­de Stra­te­gie oder aber Akzep­tanz des Vor­hof­flim­merns und fre­quenz­kon­trol­lie­ren­de medi­ka­men­tö­se The­ra­pie) aus.

Die Unter­su­chung wird in Kurz­nar­ko­se durch­ge­führt, der Pati­ent schläft sozu­sa­gen, atmet aber spon­tan. Im Vor­feld einer Kar­dio­ver­si­on muß sicher­ge­stellt wer­den, dass sich unter dem Vor­hof­flim­mern kei­ne Blut­ge­rinn­sel (Throm­ben) im lin­ken Herz­ohr aus­ge­bil­det haben, wel­che durch die Wie­der­her­stel­lung des nor­ma­len Sinus­rhyth­mus abge­schwemmt und einen Schlag­an­fall oder eine Embo­lie in ande­re Orga­ne ver­ur­sa­chen können.

In den Fäl­len, bei wel­chen das Vor­hof­flim­mern sicher vor weni­ger als 48 Stun­den auf­ge­tre­ten ist, kann auf einen Throm­ben­aus­schluss ver­zich­tet wer­den, in den meis­ten Fäl­len jedoch läßt sich dies nicht mit aus­rei­chen­der Sicher­heit fest­stel­len. Daher ist es not­wen­dig, ent­we­der mit­tels Schlu­ckultra­schall (trans­ö­so­pha­gea­le Echo­kar­dio­gra­phie, TEE) Blut­ge­rinn­sel im Her­zen aus­zu­schlies­sen oder aber der Pati­ent nimmt bei sta­bi­lem Vor­hof­flim­mern über min­des­tens 3 Wochen vor Kar­dio­ver­si­on eine effek­ti­ve Blut­ver­dün­nung (Vit­amin-K-Ant­ago­nis­ten, z.B. Mar­cu­mar® oder neue ora­le Blut­ge­rin­nungs­hem­mer, NOAK) ein.

Nach erfolg­ter Kar­dio­ver­si­on ist für min­des­tens 4 Wochen eine effek­ti­ve Blut­ver­dün­nung (Anti­ko­agu­la­ti­on) not­wen­dig, in den meis­ten Fäl­len wird die blut­ver­dün­nungs­hem­men­de The­ra­pie lebens­lang erfol­gen müs­sen. Dies ent­schei­det Ihr Arzt abhän­gig von Ihrem indi­vi­du­el­len Risi­ko für Schlag­an­fall und Embo­lien (hier gehen das Alter > 65 Jah­re, das Geschlecht, das Vor­lie­gen eine Blut­hoch­drucks, eines Dia­be­tes mel­li­tus, eine rele­van­te Ein­schrän­kung der Pump­funk­ti­on des lin­ken Her­zens, eine bereits erlit­te­ne Embo­lie oder Schlag­an­fall sowie ein durch­ge­mach­ter Herz­in­farkt bzw. Gefäss­erkran­kun­gen ein).

Wich­tig ist, dass Sie zu einer Kar­dio­ver­si­on nüch­tern erschei­nen, Ihre Medi­ka­men­ten­lis­te und Ihren Mar­cu­mar­aus­weis mit­brin­gen und nicht selbst Auto fah­ren, da nach der Kar­dio­ver­si­on die Fahr­tüch­tig­keit durch die Kurz­nar­ko­se ein­ge­schränkt ist.

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